Heimatstube Rohnstadt
Rohnstadt konnte 1985 die 650-Jahrfeier seiner erstmaligen Erwähnung begehen. Zu diesem Anlaß wurde im Dorfgemeinschaftshaus von mehreren interessierten Bürgern eine Ausstellung von Fotos, Urkunden und sonstigen Gegenständen zur Rohnstädter Geschichte zusammengetragen. Während der Feierlichkeiten entstand die Idee einer ständigen Ausstellung und Sammlung. Ein Jahr nach der daraufhin erfolgten Gründung des Geschichts- und Heimatvereins konnten die Mitglieder dieses Vereins dann am 29.11.1986 die Heimatstube der Öffentlichkeit präsentieren.
Zunächst nur auf einen Raum im ehemaligen Rat- und Backhaus beschränkt, präsentiert der Verein hier eine große Auswahl (vorwiegend) alter Fotos vom Dorf, seinen Bewohnern, Vereinen, Festen etc.. Aber auch Gegenstände des täglichen Lebens aus vergangenen Zeiten die in Rohnstadt und Umgebung im Gebrauch waren, gegliedert in verschiedene Bereiche (Heim und Herd, Schule, Vereinswesen, Landwirtschaft, Bergbau, handwerk u.v.m.) werden hier gezeigt. Die ältesten Fundstücke die man sehen kann, reichen weit über die urkundlich belegte Geschichte hinaus. Es sind Scherben aus der späten Hallstattzeit (ca. 500 v. Chr.), gefunden auf Rohnstädter Boden.
Der Heimatstube angegliedert ist eine heimatgeschichtliche Bibliothek, in der alte und neue Werke zur Geschichte Rohnstadts und seiner Umgebung (insbesondere Nassau), sowie damit zusammenhängende geschichtliche Veröffentlichungen (z.B. über Bergbau und Landwirtschaft) nicht nur archiviert, sondern von interessierten Lesern auch eingesehen werden können.
Zwar litt die Heimatstube schon bald unter räumlicher Beengtheit, doch konnte dieser Umstand durch Renovierung und Öffnung einer Dachstube im November 1989 gemildert werden. Zudem wird auch noch das Treppenhaus zu Ausstellungszwecken genutzt und die Backstube im Erdgeschoß kann ebenso besichtigt werden. Seit 1997 wird das Zimmer des Ortsvorstehers mitgenutzt, so daß die ärgste Raumnot behoben ist.
In den Jahren ihres Bestehens konnten in der Heimatstube schon mehrere tausend Besucher begrüßt werden, darunter auch viele Schulklassen und Wandergruppen. Dies ist sicherlich nicht zuletzt auf die wechselnden Sonderausstellungen (wie z.B. „Nassauisches Münzwesen“, „100 Jahre Eisenbahn Weilmünster - Rohnstadt - Laubuseschbach“, „Geschirr früher und heute“, „500 Jahre Bergbau um Rohnstadt“, „Heimatvertriebene in Rohnstadt“) zurückzuführen.
Geöffnet ist die Heimatstube an einem Sonntagmittag im Monat zwischen 14.00 und 16.30 Uhr. Anmeldungen und Auskünfte sind zu erhalten bei Herrn Metzler (Tel: 06472/ 7921) und Herrn Müller (Tel.: 06472/ 1042).
Der Geschichts- und Heimatverein Rohnstadt freut sich auf Ihren Besuch.
Heimatstube Aulenhausen
Schon immer war es ein Anliegen, die Vergangenheit und deren Geschichte festzuhalten und zu sammeln. Viele stellten sich die Frage, was in früheren Jahren passierte und welche Veränderungen es innerhalb des Ortes Aulenhausen gab. So fanden sich Interessierte zusammen, die sich der schwierigen und arbeitsreichen Aufgabe der Heimatkunde annahmen. Anfang 1993 gründete man innerhalb der Kultur- und Sportgemeinschaft Aulenhausen e.V. die Abteilung Geschichts- und Heimatkunde.
Beim Dorffest am 03. und 04.07.1993 konnte man sich erstmalig einen Einblick in die Arbeit der Dorfchronik verschaffen. Im Rahmen einer Ausstellung im ehemaligen Schulsaal wurden Kleingeräte sowie Bilder von Ereignissen und Feierlichkeiten präsentiert. Die Resonanz und das Interesse waren sehr groß.
Die urkundliche Ersterwähung wurde mit Schreiben des Hess. Hauptstaatsarchives Wiesbaden vom 10.08.1992 bestätigt. So weist man auf eine Urkunde vom 02.07.1333 hin, mit der ein Ritter Konrad von Aulenhausen (Ulinhusen) eine Rente auf seinen Besitz in Villmar an das Zisterzienserinnenkloster Affholderbach (Gemeinde Miehlen) schenkt. Ein Rittergeschlecht von Aulenhausen erscheint nur dieses eine Mal in den Quellen. Die Urkunde ist im Original erhalten. So konnte man neben einer Ablichtung der Urkunde ebenfalls das von Rudi Czech entworene Wappen des Ritters „Conrad, Ritter von Ulenhusen“ im ehemaligen Schulsaal besichtigen.
Da der Grundstein für die geschichtliche Aufarbeitung nun gelegt war, suchte man nun passende Räumlichkeiten. In Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat und der Gemeinde Weilmünster wurden schließlich zwei kleine Räume in der alten Schule zur Verfügung gestellt.
Beim 3. Dorffest im Juli 1996 wurden die von den Gemeindearbeitern renovierten Räume dann der Öffentlichkeit vorgestellt. In zahlreichen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder hatte man vielfältiges Material und Gegenstände gesammelt und geordnet. Als heimatkundlicher Schatz konnte die wiedergefundene Schulchronik der Bevölkerung vorgestellt werden. Diese enthält neben vielen Bildern wesentliche Aufzeichnungen aus dem Schulalltag seit 1817 sowie Schilderungen über das dörfliche Leben Aulenhausens.
Bald stellte sich heraus, daß die bisherigen zwei Räume nicht mehr genug Platz boten. So wurde mit Unterstützung des Ortsbeirates und der Gemeinde Weilmünster der alte Speicherraum in der ehemaligen Schule von Grund auf renoviert. Die offizielle Übergabe der neuen Heimatstube in der alten Schule erfolgte am 07.09.1997 durch Bürgermeister Heep.
Die Abteilung Geschichts- und Heimatkunde möchte sich auch an dieser Stelle bei allen Personen, Verwaltungen, Vereinen usw. die in irgendeiner Weilse die bisherige Arbeit unterstützt und gefördert haben, bedanken.
Nähere Auskünfte über die Heimatstube und die Öffnungszeiten erteilt der Abteilungsleiter Harald Moos unter der Telefonnummer 06472/ 911946.